Kultur
D!E SP!NNER!
Die integrative Theatergruppe des Sandkorn-Theaters und der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V.
Premiere am Mittwoch, 14. Juli 2010, 19.30 Uhr im Sandkorn-Fabriktheater:
Mitternacht im Museum - Wenn Kunst vom Sockel springt

Anschaulich und sinnlich vereinigen sich Theater und bildende Kunst in dieser Theater-Collage.
Museumsnacht, die letzten Besucher sind gegangen, doch nun werden bekannte Gemälde und Skulpturen erst quicklebendig. Eine schockierte Putzkolonne, eine neugierige Eingeschlossene, ein vergessener Wärter: Sie erleben ihr blaues Wunder!
D!E SP!NNER! im Bilderrausch! Dieses Mal experimentiert die Truppe mit berühmten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Die Akteure erwecken mittels ihrer Fantasie Bilder und Skulpturen zum Leben. Sie erfinden ARTige und unARTige Geschichten, spielen und jonglieren mit Formen und Farben. Tanz, Bewegung, Licht, Musik, komische und tragische, leichte und schwere Elemente werden zu einem Theatererlebnis, das die persönlichen Deutungen der Mitwirkenden in den Mittelpunkt stellt und für Verblüffung und neue Sichtweisen sorgt.
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Verstecktes Licht
Eine Ausstellung von Katrin Auerbach, Miriam Weisz und Martin Schmitt

Ich
bin
verstecktes
Licht.
Ich
leuchte,
wenn
du
mich
gefunden
hast.
(Martin Schmitt)
Die Photographien von Katrin Auerbach und Miriam Weisz sind aus dem unmittelbaren, fast täglichen Zusammensein mit den Kindern im Sozialpädagogischen Wohnheim Karlsruhe entstanden.
Es sind oft Zufallseindrücke, zum Teil Schnappschüsse, zum Teil der im richtigen Moment eingefangene Augenblick, - kurzum: Bilder aus dem Leben von Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung und aus dem Kontakt zu ihnen. Mit liebevollem Blick eingefangen, zeigen diese Photos Alltägliches, vor allem aber Emotion und Begegnung.
Sie lassen uns ein wenig hinter die Kulissen schauen, ermöglichen uns eine Ahnung davon, was diese Kinder bewegen könnte.
Die Bilder sind nicht gestellt und nicht konstruiert, sie drücken das aus, was diese Kinder sind - in aller Ehrlichkeit, da diese Kinder nicht anders können als ehrlich zu sein.
Und gerade das macht sie so besonders, - sie legen uns ihre Gefühle einfach so hin wie Licht. Ihre Behinderung, die bei der Begegnung mit ihnen meistens unsere erste Wahrnehmung ist und hinter der wir sie und uns selber leider allzu oft verstecken, rückt dabei in den Hintergrund. In der Ausstellung treten diese Kinder also aus ihrem Verstecktsein heraus und bewegen sich ins Licht, gelangen auf Fotopapier und gehen uns ganz unspektakulär unter die Haut.
Sie nehmen uns mit in eine Welt, aus der das Unwichtige abfällt und in der lediglich das bleibt, was wirklich wichtig ist. Dazu fällt mir ein Gedanke von Andreas Fröhlich ein, der schwerste Behinderung als „eine Existenzform, die sich auf das Menschliche an sich reduziert“, begreift.
Die Photographien öffnen uns für das, was uns allen gemeinsam ist:
Empfindung, der Wunsch nach Nähe und Anerkennung, danach, verstanden und erkannt zu werden.
Und so ist es das Ziel der Ausstellenden, dem Betrachter einen kleinen Zugang zu ermöglichen zum Licht, das jeden Menschen ausmacht.
Doch nicht genug, - die Ausstellung geht noch ein Stückchen weiter: Scheinbar nebenbei und für den Besucher eher zufällig zu entdecken, stehen da Sätze oder Fragen an der Wand, die mit Hilfe eines Beamers dorthin projiziert werden. Diese bleiben kurz stehen, um dann wieder zu verschwinden und anderen Platz zu machen.
Martin Schmitt legt den Kindern Worte, Sätze oder Fragen in den Mund, die diese niemals aussprechen, geschweige denn denken können. Aber sie fühlen und empfinden etwas, was in der uns geläufigen Übersetzung in Worte vielleicht das ausdrückt, was in ihnen möglicherweise vorgehen mag.
Idee:
Miriam Weisz & Katrin Auerbach & Martin Schmitt
Photographien:
Miriam Weisz & Katrin Auerbach
Texte:
Martin Schmitt
Kontakt:
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Sozialpädagogisches Wohnheim Karlsruhe
Moltkestr. 130
76187 Karlsruhe


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